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Fusion Durstexpress und Flaschenpost - Verlierer No2: Der Mitarbeiter

Die Fusion zwischen den Getränkelieferdiensten Flaschenpost und Durstexpress ist beschlossene Sache. Im Zuge dieser Fusion wurde bereits einigen Durstexpressmitarbeitern zu Ende Februar 2021 gekündigt.

Die Fusion

Durstexpress und die Flaschenpost gehen seit 2021 gemeinsame Wege. Durchgesetzt hat sich dabei die Marke Flaschenpost, so dass das Dr. Oetker Pendant als Marke irgendwann verschwinden wird. Bereits heute wird auf den Webseiten der beiden Getränke Lieferdienste auf diesen Umsatnd verwiesen. Es gibt sogar einen Umzugsservice für Durstexpress Kunden, so dass sie zukünftig einfach bei der Flaschenpost bestellen können.


Bild: Screenshot der Meldung im Durstexpress Shop für Berlin

Die Mitarbeiter

An Standorten, wo beide Lieferdienste Hubs haben wird in den meisten Fällen ein Lager geschlossen. In Leipzig hat Dr. Oetker all seinen Fahrern und Lagermitarbeitern bereits zum 28. Februar 2021 gekündigt. Es sollen Aufhebungsverträge angeboten worden sein und neue Arbeitsverträge bei der Flaschenpost. Diese sollen aber schlechtere Konditionen beinhaltet haben als die bisherigen Arbeitspapiere bei Durstexpress. So liegt der Einstiegslohn eines Lagermitarbeiters, bei der Flaschenpost, wohl sehr nah am Mindestlohn.

Auf die Mißstände weisen die Mitarbeiter von Durstexpress derzeit, durch Infoveranstaltungen und Demos, hin. Die Aufmerksamkeit der Presse wurde geweckt und derzeit ist das Thema deutschlandweit in den Medien. Aber wie konnte es überhaupt dazu kommen? In der offiziellen Pressemitteilung sagte der Flaschenpost CEO Dr. STephen Weich noch "Wir haben eine ambitionierte Strategie entwickelt, die wir künftig als ein Team in nahezu allen Metropolregionen Deutschlands mit unserer gebündelten Expertise und Innovationskraft in die Tat umsetzen werden". Scheinbar gehören die Durstexpress Mitarbeiter nicht zu diesem neuen Team bzw. nur wenn sie die neuen Konditionen akzeptieren. Da dieses stark nach "Friss oder stirb" klingt hat sich auch die Gewerkschaft NGG eingeschaltet und verhandelt derzeit mi tder Flaschenpost.

Die Forderung

Die Durstexpress Mitarbeiter fordern einen fairen Betriebsübergang. Des weiteren steht wohl die Forderung nach Gründungen von Betriebsräten im Raum. In der Vergangenheit wurde der Flaschenpost bereits vorgeworfen in Düsseldorf die Gründung genau so eines Rates aktiv behindert zu haben.

KünDingDong #wirsindflaschenpost

In diesem YouTube Video wird, nach der Demo am 27. Januar 2021 in Leipzig, die aktuelle Sitation beschrieben.

Coronasituation

Während der Pandemie haben sämtliche Lieferdienste aller Bereiche Umsatzrekorde erzielt. So waren sowohl Durstexpress als auch die Flaschenpost Profiteure der Krise. Durstexpress hatte im Gegensatz zur Flaschenpost sogar die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergereicht. Flaschenpost wurde im Gegensatz gar Wucher vorgeworfen, da diese ihre Preise angeblich deutlich erhöht haben sollen. RP Online hatte hierzu einen Artikel veröffentlich, welcher hier zu finden ist: https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/startups/kunden-werfen-flaschenpost-abzocke-waehrend-corona-krise-vor_aid-50218429

Zu diesen Vorwürfen äußerte sich die Flaschenpost nicht wirklich belieferte aber im Nachgang Gratiswasser an Krankenhäuser und Altenheime, um viral wieder positiver zu erscheinen.

Ausgang

Wie die Problemlösung aussehen kann ist derzeit noch völlig offen. Die Gespräche zwischen dem Arbeitgeber Flaschenpost und der Gewerkschaft NGG laufen. Man kann nur abwarten wie sich diese entwickeln und hoffen, dass keiner der Durstexpress Mitarbeiter auf der Strecke bleibt. Knackpunkt sind natürlich die Konditionen, welche die Flaschenpost in sofern vor Probleme stellen wird, das wenn sie den neuen Durstexpresslern solche Konditionen gewährt sie bei der bestehenden Belegschaft nachbessern müsste.